

Ich, Markus Metry, bin auf einem Bauernhof in Feithieren (Wallis) aufgewachsen. Während meiner Kindheit verbrachte ich viel Zeit auf der Voralpe "Meschler". Meine Hauptaufgabe war Kühe, Rinder, Kälber und Geissen zu hüten. Damals kannten wir noch keine Drahtzäune. Ich sass Stunden und Tage in der Weide auf dem Boden oder auf einem Stein und schaute, dass die Tiere im vorgesehenen Bereich weideten. Um mir die Zeit zu vertreiben, schnitzte ich mit meinem "Opinel" Messer Haselstecken und verzierte diese mit schönen Mustern. Diese Haselstecken dienten uns zum Hüten und Leiten der Tiere.
Frisch im Berufsleben angekommen, erkrankte ich an Krebs und wurde wieder gesund. Weitere gesundheitliche Ereignisse (Hirnschlag 2008, erneute Krebserkrankung 2020 und Herztumor 2023) führten dazu, mich beruflich und privat neu zu orientieren. Beruflich bin ich aufgrund meiner gesundheitlichen Situation in einem Teilpensum in der Informatikbranche tätig. Privat habe ich mein geliebtes Hobby, das Mountainbiken und Tandemfahren, schweren Herzens stark reduziert.
In der Zeit während meiner Genesung von der zweiten Krebserkrankung entdeckte ich meine kreative Ader wieder. Zuerst begann ich mit Ton zu Modellieren. Bald kam ich auf die Idee, wieder mit Holz zu arbeiten. Dies setzte ich im Frühling 2024 um. Ich beschaffte mir Schnitzwerkzeug und fing an aus Holzklötzen und -brettern Figuren zu schnitzen. So entstanden erste Ziegen, Katzen und Esel. Bald stiess ich mit meiner Schnitztechnik an Grenzen. Ich wollte das Schnitzen lernen. So kam es, dass ich Schnitzkurse bei Paul Fuchs in Hofstetten bei Brienz besuchte. Dort lernte ich das gezielte Führen der Werkzeuge und die verschiedenen Schnitztechniken sowie Herangehensweisen kennen. Ebenfalls erfuhr ich einiges über die Beschaffenheit von Holz, worin die Vor- und Nachteile fürs Schnitzen in einer Holzart liegen.
Inzwischen habe ich mir eine kleine Schnitzwerkstatt eingerichtet und werke darin mit viel Freude und Elan an meinen Skulpturen und Reliefs. Das Schnitzen befriedigt mich. Gleichzeitig wirkt sich diese Arbeit positiv auf mein gesundheitliches Wohlbefinden aus. Das ist wunderbar und dafür bin ich dankbar.
Die Arbeit mit Steinen hat sich nebenbei ergeben. Auf Spaziergängen lachen mich Steine an. Ich nehme diese, mich anstrahlenden Steine, mit nach Hause. Zu Hause finden manche einen Platz im Garten, andere veredle ich zu Schmuckstücken oder Handstreichlern. Ich schleife die Steine mit einem einfachen Schleifwerkzeug. Das braucht Zeit und Energie. Die Dinge, die in meinen Händen entstehen gefallen mir.